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Pädagogik

Was wollen wir für unsere Kinder?

  • Familiäre Atmosphäre
  • Ausgleich zum Schulalltag
  • Mitentscheidung der Kinder über Ihre Freizeitgestaltung
  • Förderung der Eigenverantwortung und Selbstständigkeit
  • Förderung der Fähigkeit auf andere Rücksicht zu nehmen, die eigenen Interessen zu erkennen und diese in Abstimmung mit der Gruppe wahrzunehmen
  • Förderung der kreativen Fähigkeiten
  • Abwechslungsreiches Freizeitangebot während der Schulferien

Was bieten die Buntstifte den Kindern?

  • Eine Gruppe von maximal 20 Kindern mit drei pädagogischen Kräften
  • Mittagessen und am Nachmittag frisches Bio-Obst
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Kinderteam-Sitzungen, in denen die Meinung der Kinder gefragt ist
  • Eigene Verantwortungsbereiche, wie z.B. Tischdienst und Garderobendienst
  • Alle zwei Wochen einen großen Ausflug oder Projekt
  • In den Schulferien von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet

Pädagogische Schwerpunkte und Ziele

Situationsbezogener Ansatz

Im Hort wird nach dem situationsbezogenen Ansatz gearbeitet, der Kindern und Fachpersonal die Chance gibt, gemeinsam den Alltag individuell zu gestalten.

Die Kinder können sich ihren Bedürfnissen entsprechend frei bewegen und entscheiden, wie sie ihren Tag verbringen. Daneben gibt es Anregungen zu diversen Spiel- und Bastelaktionen sowie zu Projekten.

Schulweg und Ankunft im Hort

Die meisten Kinder kommen nach der Schule selbständig in den Hort, manche werden auch von ihren Eltern gebracht. Am Schuljahresanfang werden die Kinder der 1. Klasse einige Zeit lang vom pädagogischen Team abgeholt und der Weg zum Hort gemeinsam eingeübt und besprochen.

Mittagessen

Das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen, die Bezugspersonen schaffen den Rahmen für eine ruhige und angenehme Atmosphäre, in der die Kinder auch von ihren Erlebnissen des Tages erzählen können. Nach dem Mittagessen wird darauf geachtet, dass die Kinder sich bewegen und die Gruppe gemeinsam noch Zeit im Freien verbringt.

Hausaufgabenbetreuung

Hausaufgaben werden vor oder nach dem Mittagessen erledigt, je nachdem, wann das jeweilige Kind Schulschluss hat und wie viel zu erledigen ist.

Die Bezugspersonen achten darauf, dass die Hausaufgaben in einer ruhigen, konzentrierten Atmosphäre stattfinden und geben den Kindern, die es benötigen, gezielt Hilfestellung.

Dabei soll den Kindern eine Anleitung zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Erledigung der Hausaufgaben gegeben werden, ohne ihnen die Verantwortung abzunehmen. Kinder, die bereits mit ihren Aufgaben fertig sind, beschäftigen sich, so lange die anderen noch arbeiten, ruhig in einem anderen Gruppenraum.

Die Hausaufgabenzeit ist für Grundschulkinder auf eine Stunde beschränkt, damit die Kinder lernen, sich ihre Aufgaben sinnvoll einzuteilen.

Freizeit

Nach der Erledigung der Hausaufgaben haben die Kinder die Möglichkeit, frei zu spielen oder Impulse des Fachpersonals aufzugreifen. Die Gruppe besucht regelmäßig Spielplätze und  Schwimm- oder Freibäder in der Umgebung.

Nachmittags gegen 16.00 Uhr trifft sich die Gruppe zur gemeinsamen Brotzeit (Bio-Obst) oder nimmt diese mit zu den Aktionen und Ausflügen.

Danach können die Kinder bis zur Abholzeit (16.30 - 17.00 Uhr) noch frei spielen oder es können angefangene Projekte und Aktionen weiterverfolgt werden.

Besonderheiten im Hortalltag bilden die Freitagsausflüge, Ferienbetreuung, die einwöchige Ferienfahrt sowie das sogenannte "Kinderteam", eine gemeinsame Sitzung von Fachpersonal und Kindern.

Förderung von Kompetenzen

Förderung von Basiskompetenzen - Kinder sollen ein positives Selbstwertgefühl entwickeln.

Förderung von Selbstwirksamkeit, Selbstregulation sowie Neugier und die Bildung von individuellen Interessen.

Förderung einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre, in der die Kinder die Möglichkeit haben, Gefühle und Probleme zu thematisieren.

Förderung der kognitiven Kompetenzen

durch Gespräche über Möglichkeiten der Problemlösung im Hortalltag, der Unterstützung der Kinder beim systematischen Vorgehen bei den Hausaufgaben.

Durch kreative Tätigkeiten wie malen, töpfern oder musizieren und eine gezielte Auswahl an (Spiel-) material und Medien sowie die Durchführung naturwissenschaftlicher Versuche.

Förderung von physische Kompetenzen

Die Kinder werden darin unterstützt, Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu entwickeln. Dazu gehört eine gesunde Ernährungsweise, den Bewegungsdrang ausleben und das Regulieren von Anstrengung und Entspannung.

Förderung sozialer Kompetenzen

Gruppen- und Konfliktfähigkeit

Die Hortgruppe bietet den Kindern die Möglichkeit, mit- und voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und Freundschaften zu schließen.

Innerhalb der Gruppe können die Kinder ihre Vorstellungen und Interessen einbringen und vertreten. Wichtig ist hierbei das Erkennen und Akzeptieren sowohl eigener als auch der Grenzen der anderen Gruppenmitglieder.

Auftretende Interessenskonflikte sollen offen ausgetragen und im Sinne von Gewaltprävention mit friedlichen Mitteln lösen gelernt werden.

Kritikfähigkeit

Sowohl im Gruppenalltag als auch in Konfliktsituationen ist es Ziel, Kritik behutsam zu äußern und anzunehmen.

Toleranz

Förderung eines toleranten Umgangs der Kinder mit dem anderen Geschlecht, anderen Altersstufen, anderen Kulturen, Lebens- oder Glaubensweisen.

Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Ziel ist es, Verantwortung für das eigene Handeln, Sensibilität für andere Menschen und Lebewesen sowie für die Natur zu entwickeln.

Die Kinder übernehmen im Hort in festen Kleingruppen Aufgaben wie Tischdecken, Garderobendienst und kleinere Einkäufe in der unmittelbaren Umgebung des Hortes. Dadurch werden sie in die Organisation des Hortes eingebunden und können einen bestimmten Aufgabenbereich eigenverantwortlich übernehmen.

Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Die Kinder sollen mit den Grundzügen der Demokratie vertraut werden, das Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln einüben sowie einen eigenen Standpunkt entwickeln, abwägen und vertreten lernen. Die regelmäßig stattfindenden „Kinderteam ”-Sitzungen sind ein Beispiel für die Umsetzung dieses Zieles im Hort.

Eingewöhnung in den Hort

Während des erwähnten "Schnuppertages" haben die Kinder die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen, die Gruppe kennen zu lernen und sich ein Bild vom Alltag im Hort zu machen.

Zur Unterstützung der Eingewöhnung neuer Kinder und des Zusammenfindens der Gruppe öffnet der Hort jedes Jahr bereits einige Tage vor Beginn des neuen Schuljahres.

Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung und Ausgleich zum Schulalltag

Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, abzuschalten, sich innerhalb der Gruppe soweit möglich zu Spielen und Aktionen ihrer Wahl zusammen zu finden. Das „soziale Lernen“ steht durch den vergleichsweise weniger stark strukturierten Alltag mehr im Vordergrund als es in der Schule möglich ist.

Unterstützung in schulischen Belangen

Für die Kinder wird im Hort ein Rahmen geschaffen, der sie zur selbständigen Erledigung ihrer Hausaufgaben motiviert und befähigt. Wichtig hierbei ist es, den Kindern zu vermitteln, dass Lernen Spaß machen kann und ihnen Methoden aufzuzeigen, wie sie den Schulstoff bewältigen und Lernstrategien entwickeln können.

Der Hort ist nicht losgelöst von der Schule zu betrachten, sondern kooperiert mit ihr.

Für die gelungene pädagogische Arbeit mit den Schulkindern im Hort ist der Kontakt zur Schule sehr wichtig. Ein gegenseitiger Austausch über die Kinder sowie das Besprechen evtl. vorhandener Schwierigkeiten ist notwendig, um auf das jeweilige Kind eingehen und es unterstützen zu können. Deshalb lädt das Fachpersonal die KlassenleiterInnen regelmäßig in den Hort ein. Zudem besteht auch die Möglichkeit, die jeweiligen Sprechstunden zu besuchen.

Erweiterung des räumlichen und sozialen Umfeldes

Sowohl die Erweiterung des räumlichen als auch des persönlich-familiären Umfeldes der Kinder ist ein wesentlicher Inhalt der Arbeit im Hort.

Die Lage des Hortes in der nachbarschaftlichen Umgebung von Schule und Wohnung ermöglicht es den Kindern, in der Gruppe schrittweise ihr Wohnviertel zu erkunden und mit der Kenntnis der örtlichen Infrastruktur Orientierung und Selbständigkeit zu erwerben.

Themenbezogene Förderschwerpunkte

Umweltbildung und –erziehung / Bauernhof-Fahrt

Ausflüge in die Natur, das Thematisieren von Umweltschutz im Gespräch und in Projekten oder auch die Mülltrennung im Hort, die auch von den Kindern praktiziert und deren Sinn ihnen erläutert wird.

Einmal jährlich, zumeist in den Sommerferien, geht die Kindergruppe zusammen mit den Bezugspersonen für ca. 1 Woche gemeinsam auf Ferienfahrt.

Diese Maßnahme dient auch dem Gruppengefühl und bedeutet für die Kinder, zumal sie ohne die Eltern stattfindet, einen Schritt in die Selbständigkeit. Die Gruppe hat Zeit, um Erfahrungen und Erlebnisse abseits des sonstigen Alltags machen zu können und sich ganz sich selbst zu widmen.

Ästhetische und kulturelle Bildung

Die Kinder werden in ihrer Kreativität gefördert und motiviert, Neues auszuprobieren.

Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Einerseits bietet die Auswahl des Spielmaterials, wie z.B. altersgemäße Fachbücher, den Kindern die Möglichkeit sich mit den für sie interessanten naturwissenschaftlichen und technischen Themen zu befassen. Andererseits können Ausflüge, wie etwa in Museen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund Projekte eine wichtige Bildungsmaßnahme darstellen.

Medienbildung

Kinder sind von Anfang an mit verschiedenen Medien konfrontiert und benötigen deshalb Unterstützung in ihrer Medienkompetenz, also dem sachgerechten, verantwortungsvollen und selbst bestimmten Umgang mit Medien.